Das Posticum - Ort der Begegnungen

"Es gibt in Großwardein eine schöne, lebensspendende Oase, deren Name Posticum ist."

Bruder Csaba Böjte

Das Posticum in Oradea ist ein Gästehaus sowie ein spirituelles und kulturelles Zentrum mit offener Geistigkeit. Es liegt nicht nur in geographischer, kultureller und religiöser Hinsicht, sondern auch in einem weiteren und übertragenen Sinn des Wortes im Grenzbereich. Insel im Festland, an der Grenze von Wort und Stille, nimmt es – wegen seiner einzigartigen Lage – eine vermittelnde Rolle zwischen Nationen, Kulturen, Religionen, unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen und Regionen ein.

Aktuell

Spirituelles und kulturelles Zentrum

“Das Posticum hat mich überwältigt – es gibt Hoffnung, dass es auf der Welt noch solche Orte gibt; als würde ich noch in der Wunsch-Welt meines Jünglingsalters leben: auf dem Weg zum Gral (eine scheinbar hoffnungslose Wanderung) auf einmal eine freundliche Schutzhütte, wo ich erneut Kraft schöpfe, weil man hier “etwas weiß”, und damit der Weg gewiesen wird. Es war gut, hier zu sein, danke schön – hoffentlich sehen wir uns wieder…”

Tamás Vekerdy, 28. März 2014.

Spiritualität

Das Posticum gibt regelmäßig Exerzitien, Einkehrtagen ein Zuhause. In den vergangenen Jahren hatten wir spirituelle Leiter, Meister wie den Jesuiten Péter Mustó, den schweizer Jesuiten und Zen-Meister Niklaus Brantschen, den japanischen Zen-Meister Taigen Shodo Harada und seinen ungarischen Schüler István “Taikyo” Szaladják, den in Kyoto lebenden amerikanischen Zen-Lehrer Jeff Shore, den indischen “tanzenden Jesuiten” Saju George, sowie die in Debrecen lebende christliche spirituelle Leiterin Eszter Tariska zu Gast. Neben den Einkehrtagen werden im Haus wochentags Yoga und Zen Übungen durchgeführt, christliche meditative Gebetskreise abgehalten. In unserer Kapelle finden all diese Wege ihr friedliches Nebeneinander,  wir glauben sogar, dass sie sich gegenseitig stärken.

“Ich habe eine hohe Meinung  von den Bestrebungen des Posticum, das moderne christliche Denken und ihre Kultur zu vermitteln.”

Zoltán Endreffy, 19. Oktober 2002.

“Mit alledem bin auch ich voll einverstanden.”

Béla Somfai S.J., 19. Oktober 2002.

Das Posticum will niemandem fertige Antworten an die Hand geben, es schafft lediglich die Bedingungen dafür, dass jeder seinen Weg gehen, die eigenen Gefühle spüren und die eigenen Gedanken denken kann. Wir folgen diesem Weg, weil nur dieser dem reifen, freien und verantwortungsvollen Menschen würdig ist.

Kunst

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2000 hat das Posticum mit einer Vielzahl von Veranstaltungen das kulturelle Leben von Großwardein (Oradea) bereichert, seien es Ausstellungen, klassische Musikkurse oder gar Jazzkonzerte. Beinahe alle namhafte Vertreter des heutigen ungarischen und rumänischen Jazz sind bei uns aufgetreten, so neben anderen Elemér Balázs, Béla Szakcsi-Lakatos, György Vukán, Pedro Negrescu, Mircea Tiberian, Harry Tavitian und Marius Pop. In der Kapelle und im Festsaal veranstalteten wir Austellungen von bildenden Künstlern – zum Beispiel Gábor Karátson und László Balázs – aber es gibt auch Leseabende, Buchvorstellungen in diesen herrlichen Räumen.

“Fortgehen,

also in die Weite reichen

heißt zurückzukehren.”

Gábor Karátson, 31. August 2007.

(übersetzt von Ákos Barcsay)

Caritas und Kinderprogramme

Seit Beginn ist die Unterstützung von notleidenden Menschen eine wichtige Aufgabe von uns. In diesem Sinn organisieren wir seit Jahren unser Programm Restaurant Egalitas, wobei geistig behinderte Jugendliche Gerichte für gesunde Menschen zubereiten und servieren. Ein anderes – seit vielen Jahren laufendes – Projekt ist das Schulranzen Programm: wir holen aus der Schweiz gut erhaltene gebrauchte Schulranzen und verteilen sie an bedürftige Kinder in Rumänien.

“Im November 2012 habe ich unter dem Dach des Posticum gelebt und den großzügigen Geist dieses Hauses erfahren. Es brachte mir die Erinnerung an das Programm “Menedék” (Zuflucht / Asyl) in Budapest und auch an das Programm  “Langsame Medizin” des Laguna Honda Hospitals (God’s Hotel) in San Francisco, wo den Kranken kostenlos menschliche, persönliche und liebevolle Aufmerksamkeit geschenkt wird. Da tatsächlich eine Person der anderen nicht so richtig helfen kann, jedoch ganz sicher in einem, und zwar indem sie –  falls die andere es braucht –  ein sicheres Dach anbietet, und sie in Ruhe lässt, vertrauend darauf, dass sie als geschädigter Vogel, nachdem er sich ausgeruht und wieder Kraft bekommen hat, wieder in das eigene Leben fliegen wird, den eigenen Wünschen entsprechend.  Imre Rencsik hält die Hintertür (Posticum) immer offen.”

Andrew Feldmar, Psychotherapeut, Vancouver, B.C., Kanada, 12. Dezember 2012.

Gästehaus

Wir erwarten unsere auf Entspannung, Auftanken hoffenden Gäste in unsere  geschmackvoll eingerichteten, klimatisierten Zimmern mit 1-4 Betten. Das Gästehaus befindet sich in einem Gartenviertel von Großwardein, dennoch zentrumsnah, mit dazugehörigen Parkplätzen, geräumiger Terrasse und weitem Garten, sowie einem Restaurant mit Niveau. Die bei uns übernachtenden Gäste können gerne an den laufenden Meditations- und Yogaübungen und an den kulturell-künstlerischen Programmen teilnehmen.

Die reichhaltige historische Vergangenheit von Großwardein, seine herrlichen Paläste im Sezessionsstil, sein reges Theater- und Musikleben haben ebenfalls eine große Anziehungskraft. Wer aber entspannen will, den erwarten Sommer wie Winter die Bäder der Umgebung, unter ihnen das renommierteste, das Felix-Bad, sowie der gewaltige Aquapark der Stadt, die Nymphaea. Für Kinder ist auch der Zoo von Großwardein ein Muss.

Für weitere Einzelheiten und für Zimmerreservierungen: www.thezenhostel.com

Anmietung von Räumen - Dienste der Küche

Das Posticum bietet mehrere Räume zur Nutzung für Veranstaltungen an, seien dies Konferenzen, Weiterbildungen, Podiumsdiskussionen, Geschäftsbesprechungen, Bankette oder gar Alumni-Treffen.

In Großwardein ist das Posticum einzigartig, indem es neben Räumen zur Übernachtung auch über eine Kapelle verfügt, somit ist es ein idealer Ort für Hochzeiten, Taufen, Exerzitien und weitere Programme, die einen sakralen Raum benötigen. Zur aufregenden Architektur und Atmosphäre unserer Kapelle trägt auch eine majestätische Orgel aus dem 19. Jahrhundert bei.

Attila Kertész, ein Innenarchitekt und Möbeldesigner aus Budapest hat den Innenraum unseres Speisesaales gestaltet, die Möbel wurden von dem Schreinermeister János Korenyák aus Großwardein hergestellt. Der Speisesaal kann ebenfalls für festliche Mahlzeiten, Diners, Familientreffen oder Speisen im Freundeskreis, Weinproben oder ähnliche Ereignisse gemietet werden. Das Niveau der Dienstleistungen unserer Küche wird von unseren erfahrenen Köchinnen sowie der hohen Qualität der Grundnahrungsmitteln gewährleistet.

Mietpreise der großen Säle
(Festsaal, Kapelle, Speisesaal, Jazzland)

bis 40 Personen
20€ / Stunde

40-50 Personen
30€ / Stunde

50-100 Personen
40€ / Stunde

Über die Mietpreise der kleineren Säle sowie über die Essenspreise informieren Sie sich bitte per Email (info@posticum.ro) oder telefonisch unter der Nummer +40 744 504051. Wir erwarten Sie mit viel Freude!

Posticum Bücher

Karte

Mitarbeiter

Imre Rencsik

Gründer und Direktor

rencsik@yahoo.de

Béla Csernák

Vorsitzender des Kuratoriums

Mitglied des Leitenden Rates

csernakbela51@gmail.com

Andrea Wagner

Mitglied des Kuratoriums

Mitglied des Leitenden Rates

andreawagner77@gmail.com

Etelka Kelemen

Wirtschaftsleiterin

edel5@gmail.hu

Máté Borda

Programmverantwortlicher

bordamate@yahoo.com

András Wagner

Büroleiter

wagner_andras@yahoo.com

József Vigh und Rozália Vigh

Hausverwaltung (Ehepaar)

Mária Gulyás, Mária Iachmanovski, Maggie Barabás

Betreiber des Gästehauses

Unsere Künstler

Es ist Teil der Mission des Posticum, dass es – seinen Möglichkeiten entsprechend – Künstler mit Unterkunft, Verpflegung, Geld, Auftrittsmöglichkeiten unterstützt, damit diese sich auf ihr künstlerisches Schaffen konzentrieren können und so für uns alle Werte erzeugen. Nachfolgend stellen wir sie Ihnen vor.

JÁNOS ZUDOR

János Zudor (1954 – 2018) war der Vagantendichter von Großwardein. Ab 2000 wurde seine Dichtung vom Posticum gesammelt und aufbewahrt. Unsere ehemalige Mitarbeiterin, Mária Vanyovszki hat dafür gesorgt, dass die Manuskripte nicht verloren gehen. Die Liebe zur Poesie von János hat auch den ungarischen Dichter Balázs Szálinger zum Posticum geführt. Er hat – zusammen mit dem Verein – die Herausgabe der letzten drei Bänder organisiert. Die Klausenburger Literaturhistorikerin Zsuzsa Selyem hat das Schaffen von János auf die Karte der zeitgenössischen ungarischen Belletristik eingezeichnet.

Die Beziehung von János und unserem Haus hatte aber eine persönlichere Note. Nachdem er von der Wohnungsmaffia seiner Wohnung beraubt wurde, hat er für Jahre eine Heimat im Posticum gefunden. Die Mitarbeiter des Hauses haben ihn versorgt und gepflegt, wenn es erforderlich wurde. Als jedoch sein Gesundheitszustand dies nicht mehr zuließ, hat der Verein dafür gesorgt, dass er in ein Pflegeheim aufgenommen wurde.

OLIVÉR BÁDER

Olivér Báder ist einer der talentiertesten Jazz-Gitarristen Großwardeins. Er unterbrach seine am Wiener Konservatorium begonnenen Studien und bildete sich selbst weiter. Er inspirierte das Zustandekommen des Jazzland im Posticum. Sein bekanntestes Album ist Make Life Better, das in Zusammenarbeit mit der Balázs Elemér Group entstanden ist. Zurzeit lebt er in der Gemeinschaft Stadt der Stolpernden Engel von András Barcsay im südungarischen Dorf Máriakéménd.

BORBÁLA VARGA

Borbála Varga ist eine Malerin, Autorin, klarsichtige Mystikerin. Sie wurde in Klausenburg geboren, wo auch ihr erster Gedichtband, den sie als Achtzehnjährige schrieb, in der Reihe Előretolt Helyőrség (Vorgeschobenen Garnison) erschien. Danach arbeitete sie jahrelang im Posticum als Freiwillige, später konnte und kann sie mit Hilfe des Kreativstipendiums des Vereins die Welt bereisen. Sie übersendet uns ihre Werke regelmäßig von dort, wo sie sich jeweils gerade aufhält, sei dies Griechenland oder die Türkei. Ihre Gemälde schmücken den Galerie-Gastraum des Posticum. Ansonsten lebt sie von Gelegenheitsarbeiten: sie pflegt alte Menschen oder arbeitet als Hilfskraft auf Farmen.

Der berühmte ungarische Künstler, Gábor Karátson hat einmal im Laufe seines Vortrags im Posticum diese junge Dame lange dabei beobachtet, wie sie, wie Leonardo da Vinci, mit linkshändiger Spiegelschrift Buchstaben schrieb. Seine Meinung war: “Sie müsste lehren, nicht lernen.”

Unsere Freunde

Mit denen wir in die gleiche Rictung streben, mit denen wir gemeinsam nachdenken und arbeiten, mit denen wir uns gegenseitig unterstützen:

STIFTUNG POSTICUM (Schweiz)

LASSALLE HAUS
(Schweiz)

STIFTUNG KERZENFLAMME (Ungarn)

GRUND SCHOOL
(Rumänien)

JESUITEN
(Ungarn)

BENEDIKTINER
(Ungarn)

ONE DROP ZEN

BEING WITHOUT SELF

STIFTUNG ARS ET VITA
(Ungarn)

Bauernhof Posticum

Der Bauernhof des Posticum mit 17 Hektar Land befindet sich auf halbem Weg zwischen Biharpüspöki und Kisszántó in der unmittelbaren Nähe von Großwardein. Sein tiefer und klarer Baggersee bietet auch im heißesten Sommer Erfrischung und ist neben Schwimmen auch für Bootsfahrten sehr geeignet. Wir haben im August 2020 ein – auch aus der Vogelperspektive ansehnliches – Steinlabyrinth errichtet, das – unseren Erwartungen entsprechend – gemäß der tausendjährigen Labyrinthen-Tradition ein Ort der Vertiefung und der Selbstreflexion sein kann.

Der zentrale Teil des Gehöfts, mit zwei Häusern, Backsteinofen, Obstgarten und Akazienhain wird in erster Linie von unserem Freund und Partner, Grund School, für Kinderprogramme und alternativen Unterricht genutzt. Auf den weiteren Teilen befinden sich Stallungen und dort weidet auch eine Schafsherde.

Der Bauernhof erwartet unsere Freunde und Gäste: von Frühling bis Herbst bietet er einen idealen Ort für stille Tage, Ferienlager, Kinderprogramme, Weinproben und andere Gastro-Ereignisse.

Unsere Unterstützer

Miniszterelnökség - Egyházi És Nemzetiségi Kapcsolatokért Felelős Államtitkárság